Sie sind hier: Archiv / 5. Symposium "Gemeinsam gegen Krebs"
Donnerstag, 17. Mai 2012

Bericht 5. Symposium



Ein Tag für die „Arzt-Patienten Kommunikation“


Kann es funktionieren, einen ganzen Tag ausschließlich der „Arzt-Patienten Kommunikation“ zu widmen? Der Vorstand der Hessischen Krebsgesellschaft entschied sich für die Idee ihres Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Karl-Heinrich Link und wagte das Experiment.
Das 5. Symposium „Gemeinsam gegen Krebs“ bot dann den rund 200 Teilnehmer/innen am 25. Oktober 2008 in den Rhein-Main-Hallen Wiesbaden einen Tag lang Zeit und Raum für die Auseinandersetzung mit Fragen rund um den thematischen Kreis medizinischer Wissenstransfer, Diagnoseübermittlung und Gesprächstechniken. Dabei stand die Diskussion im Vordergrund, wie es Patient/innen bei der hochkomplexen modernen
Tumorbehandlung möglich gemacht werden kann, Nutzen und Belastung richtig einzuschätzen und über valide Informationen sowie den Dialog mit den Behandlern zu einer persönlich richtigen Entscheidung zu gelangen.
Am Vormittag wurden in Kurzvorträgen zentrale Aspekte der Gesamtproblematik aus verschiedenen Blickwinkeln referiert. Zu Wort kamen neben Ärzt/innen aus Klinik und Praxis auch Vertreter aus Pflege und Selbsthilfe. Der Nachmittag war von der Diskussion in Arbeitsgruppen geprägt. Das Ziel, ein Forum für alle beim Thema Krebs Beteiligten zu schaffen, ist durch die Teilnahme diverser medizinischer und therapeutischer Berufsgruppen, Selbsthilfeverbände sowie Betroffener und Angehöriger erreicht worden. Im Verlauf des Tages waren dann Theorie und Praxis nicht mehr voneinander zu trennen.

Dass es gelungen war, die Kommunikation untereinander anzuregen, zeigte sich am Nachmittag: Als sich nach den Arbeitsgruppen und Blockseminaren die Teilnehmer/innen des 5. Symposiums zum Kaffee im Foyer der Rhein-Main-Hallen wiedertrafen, wurde derart lebhaft weiterdiskutiert, dass die Organisatoren spontan die Pause verlängerten, um
nach den vielen Theorien über Kommunikation jetzt den direkten persönlichen Austausch nicht zu stören. Mit der Aufteilung in Arbeitsgruppen war es offenbar wirklich möglich geworden, Referenten und Besucher, Behandler und Behandelte, Betroffene und Professionelle miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam neue Ideen
zu entwickeln. Als besonders fruchtbar hat sich die enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und Verbänden erwiesen, die das Foyer auch in eine echte Infobörse verwandelten. Das Konzept der Veranstaltung sah darüber hinaus vor, dass in den Arbeitsgruppen Vertreter der Selbsthilfe involviert sind. Damit waren beste Voraussetzungen für intensive und sachkundige Diskussionen geschaffen.
 
Es gab nicht das eine herausragende Ergebnis des Symposiums, sondern diverse Ideen zur Verbesserung der Informationswege und des gegenseitigen Verständnisses. Viele Teilnehmer/innen betonten anschließend, dass sie insbesondere die Möglichkeit zur offenen Diskussion während der Veranstaltung geschätzt haben. Es war die einhellige Meinung zu erkennen, dass das der Veranstaltung zugrundeliegende Konzept nachahmenswert ist.
 
 
Gerne stellen wir Interessierten die einzelnen Vorträge zur Verfügung 
 

5. Symposium "Gemeinsam gegen Krebs"
Moderne Tumorbehandlung - Nutzen und Belastung:
Information - Dialog - Entscheidung
 
Samstag 25.Oktober 2008
10:00 bis 17:00 Uhr
Wiesbaden, Rhein-Main-Hallen
 
Zielgruppen:
Ärzte, Patienten, Selbsthilfegruppen, Angehörige,
psychosoziale Fachkräfte, Psychoonkologen, Pflegekräfte
 
 
 
10:00 Uhr Begrüßung und Einführung (K.-H. Link)
 
10:15 - 12:15
Teil I: Übersichtsreferate (Vorsitz: K. Schröter / U. Wagner)
 
10:15 Moderne Tumorbehandlung (C. Rödel)
10:30 Quellen zur Krebsinformation: Qualität und Transparenz
(U.-S. Albert)
10:45 Ängste und Informationsbedarf der Patient/innen (A. Waldmann)
11:00 Gegenseitige Erwartungshaltungen von Patient und Arzt
(E. Staib-Sebler)
11:15 Patientenbeteiligung an Entscheidungen/Shared Decision Making
(S. Beck)
11:30 Besondere Erwartungen an die Pflege (D. Wecht)
11:45 Der Hausarzt als vertrauter Berater von Patienten und Angehörigen: Anforderungen und Grenzen (V. Gersten)
12:00 Selbsthilfe: Erfahrene Dolmetscher zwischen Medizin und Betroffenen (G. Feick)
12:15 - 13:15 Mittagspause
13:15 - 14:45
Teil II: Arbeitsgruppen und Blockseminare mit Themen
Arbeitsgruppen
 
1. Gesprächstechniken (R. Engenhart-Cabillic / U. Seifart / E. Staib-Sebler)
2. Diagnose- und Therapiemitteilung. Punkte zum Patientengespräch
( K. Schröter / S. Siehl / U. Wagner )
3. Gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient
(S. Beck / H. Schulte)
4. Komplementärmedizin: Hoffnung und Wirklichkeit
(O. Rick / A. Waldmann / J. Zelt
5. Psychoonkologie und Seelsorge (G. Blettner / H. Bohnenkamp / Ch. Wurbs)
6. Zentrale Rolle der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte bei Patienteninformation und Beratung
(L. Bergmann / E. Jäger / M. Middeke / H. Schindler / M. Wolf)
7. Medien: Informationsmöglichkeiten und - wege (A. Bork / S. Sahm / I. Salm-Boost)
Blockseminare
- Kommunikationsschulung für Patient/innen (G. Feick / G. Unterstenhöfer)
- Palliativmedizin - was ist das - wie geht das (N. Frickhofen / B.-O. Maier)
14:45 - 15:15 Kaffeepause
 
15:15 - 16:30
Teil III: Berichte der Arbeitsgruppen und Diskussion
(Vorsitz: A. Bork / G. Feick / K.-H. Link )
 
16:30 - 17:00
Teil IV: Zusammenfassung und Neue Aktivitäten der Hessischen Krebsgesellschaft (K.-H. Link)
 
Tagungsleiter: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karl-Heinrich Link
Organisation: Dr. phil. Ursula Haupt

Referenten und Vorsitzende
PD Dr. med. Ute-Susann-Albert, Leiterin Brustzentrum Universitäts-Frauenklinik, Baldinger Straße, 35033 Marburg
Dr. med. Sabine Beck, Med. Fakultät Lehrbereich Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Freiburg, Elsässer Straße 2M, 79110 Freiburg
Prof. Dr. med. Lothar Bergmann, Sprecher des Tumorzentrums Frankfurt, Theodor Stern Kai 7, 60596 Frankfurt
Gabriele Anna Blettner, Supervision / Pflegedirektion, Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, DAPO/PSO, Ludwig-Erhart-Straße 100, 65199 Wiesbaden
Hannegret Bohnenkamp, Leiterin der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Frankfurt der Hessischen Krebsgesellschaft, Töngesgasse 39, 60311 Frankfurt
Angelika Bork, Hessischer Rundfunk ,
Prof. Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic, Direktorin Abt. Strahlentherapie Universitätsklinikum Gießen/Marburg, Baldinger Straße, 35033 Marburg
Günter Feick, Vorsitzender Bundesverband Prostatakrebsselbsthilfe
Prof. Dr. med. Norbert Frickhofen, Direktor Klinik Innere Medizin III, (Onkologie/Hämatologie/Palliativmedizin) Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken, Ludwig-Erhart-Straße 100, 65199 Wiesbaden
Dr. med. Veronika Gersten, Medizinisches Versorgungszentrum Darmstadt, Karlstraße 45, 64283 Darmstadt
Prof. Dr. med. Elke Jäger, Direktorin Klinik für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest Frankfurt, Steinbacher Hohl 2-26, 60488 Frankfurt
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karl-Heinrich Link, Direktor Chirurgisches Zentrum Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden, Vorstandsvorsitzender Hessische Krebsgesellschaft e.V., Geisenheimer Straße 10, 65197 Wiesbaden
 
Dr. med. Bernd Oliver Maier, Leiter d. Abt. Palliativmedizin Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, Ludwig-Erhart-Straße 100, 65199 Wiesbaden
Dr. med. Martin Middeke, Koordinator CCC Marburg, Baldinger Straße, 35033 Marburg
Prof. Dr. med. Oliver Rick, Chefarzt Reha-Klinik Reinhardshöhe Bad Wildungen, Quellenstraße 8-12, 34537 Bad Wildungen
Prof. Dr. med. Claus Rödel, Direktor Abt. Strahlentherapie, Universitätsklinikum Frankfurt, Theodor Stern Kai 7, 60596 Frankfurt
PD Dr. med. Stephan Sahm, Chefarzt Medizinische Klinik, Ketteler-Krankenhaus Offenbach, Lichtenplattenweg 85, 63071 Offenbach
Ingeborg Salm-Boost, Wiesbadener Kurier, Rhein-Main-Presse, Langgasse 21, 65183 Wiesbaden
Dr. med. Hubert Schindler, Leiter Landesvertretung Hessen VdAK/AEV , Walter-Kolb-Straße 9-11, 60594 Frankfurt
Klaus Schröter, Landesvorsitzender Hessen Deutsche ILCO e.V.
Hilde Schulte, Bundesvorsitzende Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
Dr. med. Ulf Seifart, Chefarzt Reha-Klinik Sonnenblick , Amöneburger Straße 1, 35043 Marburg
Dr. med. Siegfried Siehl, Onkologische Schwerpunktpraxis, Jordanstraße 6, 34117 Kassel
Dr. med. Elsbeth Staib-Sebler, Ketteler Krankenhaus Offenbach und Psychoonkologische Praxis Frankfurt, Lichtenplattenweg 85, 63071 Offenbach
Prof. Dr. med. Uwe Wagner, Direktor Universitäts-Frauenklinik Marburg, Baldinger Straße, 35033 Marburg
Anita Waldmann, Ehrenvorsitzende Deutsche Leukämie- und Lymphomhilfe
Daniel Wecht, Leiter Weiterbildungsstätte für Fachpflegepersonal in der Onkologie Universitätsklinikum Marburg, Baldinger Straße, 35033 Marburg
Prof. Dr. med. Martin Wolf, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie Klinikum Kassel
Pfarrer Christoph Wurbs, Kath. Klinikseelsorge Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, Ludwig-Erhart-Straße 100, 65199 Wiesbaden
Dr. med. Joachim Zelt, Arzt für Innere Medizin, Arzt f. Psysikal. u. Reha Medizin, Chefarzt Rehaklinik Göttmann i.R., Sekretär der Hessischen Krebsgesellschaft e.V.