Resolution
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der
"Initiative Rauchfreies Hessen"
erklären:
Rauchen ist die bedeutendste vermeidbare Todesursache in Deutschland. Die Verringerung des Tabakkonsums ist deshalb eine zentrale gesundheits- und gesellschaftspolitische Aufgabe. Die gesundheitlichen Gefahren, die vom Rauchen ausgehen, sind allgemein bekannt.
Für die Gefahrenabwehr sind folgende Aktionsfelder von besonderer Bedeutung.
Prävention ist oberstes Gebot. Deshalb ist es erforderlich zu verhindern, dass Jugendliche oder gar Kinder mit dem Rauchen beginnen.
Jugendliche und Erwachsene, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen, müssen noch stärker unterstützt werden.
Auch Passivrauchen hat mehr negative gesundheitliche Folgen als früher angenommen. Aus dieser Erkenntnis heraus ist ein strikter Nichtraucherschutz erforderlich. Wer nicht "mitrauchen" möchte, soll auch nicht weiter dazu gezwungen oder diskriminiert werden.
Die Kernziele unserer Initiative sind:
· Die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens müssen intensiver vermittelt werden.
· Es sind geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die Anzahl neuer Raucher weiter zu verringern.
· Raucherinnen und Raucher, die mit dem Rauchen aufhören wollen, brauchen noch mehr Unterstützung.
· Alle Menschen, insbesondere Kinder, Jugendliche und chronisch Kranke in Hessen müssen zukünftig wirksam und frei von Diskriminierung vor Passivrauchen geschützt werden.
· Es sind klare gesetzliche Regelungen in diesem Sinne für alle öffentlichen und öffentlich geförderten Einrichtungen in Hessen einschließlich aller Gastronomiebetriebe erforderlich.
Eine bundeseinheitliche Regelung ist anzustreben. Sollte eine Einigung jedoch nicht zu erzielen sein, erwarten wir eine hessische Lösung.
Die Teilnehmer bekräftigen ihren Willen, angesichts der aktuellen Aufmerksamkeit für die Probleme des Rauchens, Maßnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums und zur Prävention zu ergreifen bzw. diese in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich intensiv voranzubringen.
Frankfurt, den 05.03.2007
- AOK - die Gesundheitskasse in Hessen
- Asbestose Selbsthilfegruppe e.V.
- Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands, Landesverband Hessen
- BKK Landesverband Hessen
- Deutschen Herzstiftung e.V.
- Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
- Diakonisches Werk in Hessen und Nassau, Referat Suchtkrankenhilfe
- DGB Hessen-Thüringen
- Fachklinik für Lungenerkrankungen Immenhausen
- Hessische Krebsgesellschaft e.V.
- Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) e.V.
- Hessischer Apothekerverband e.V.
- IKK Baden-Württemberg und Hessen
- Kassenärztliche Vereinigung Hessen, Körperschaft des öffentlichen Rechts
- Landesärztekammer Hessen, Körperschaft des öffentlichen Rechts
- LKK Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
- pädnetz Frankfurt und Umgebung
- Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.
- VdAK/AEV - Landesvertretung Hessen
- Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätklinikums Frankfurt
im September 2007 haben sich noch angeschlossen:
- Hessischer-Jugendring e.V.
- Landesverband Hessen-Mittelrhein und Thüringen der gewerblichen Berufsgenossenschaften
- Unfallkasse Hessen
