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Donnerstag, 17. Mai 2012

Stellungnahme



Umsetzung des Disease-Management-Programms Brustkrebs (DMP-Brustkrebs) in Hessen

Die Hessische Krebsgesellschaft e. V. nimmt dazu erstmals offiziell Stellung:

Seit einem Jahr garantieren die in den 7 hessischen Brust-Kompetenz-Zentren zusammengeschlosse-nen Kliniken mit ihren kooperierenden niedergelassenen Gynäkologen eine leitliniengestützte, quali-tätsgesicherte, koodinierte und dem Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Behandlung.

Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, wird empfohlen, sich für die Behandlung in einem hessischen Brust-Kompetenz-Zentrum und damit die Einschreibung in das DMP-Brustkrebs zu entscheiden.

Zugleich empfiehlt die hessische Krebsgesellschaft e. V. allen in Hessen tätigen Ärzten im Falle einer Brustkrebserkrankung den Patientinnen anzuraten, sich in das von hessischen Krankenhäusern, niedergelassenen Gynäkologen und Krankenkassen vereinbarte DMP-Brustkrebs einzuschreiben.

Die gezielte Förderung von strukturierten Behandlungsprogrammen bei chronischen Krankheiten (DMP) hat der Gesetzgeber seit dem Jahr 2002 ermöglicht. Damit wurden Anreize für die Kranken-kassen gesetzt, sich um eine gezielte Verbesserung der Versorgung ihrer chronisch Kranken zu bemü-hen. Zugleich wurde Krankenhäusern, die sich zu Kompetenz-Zentren zusammenschließen wollten, die Möglichkeiten eröffnet, mit den Krankenkassen DMP-Verträge zu schließen.

In Hessen haben die in der Brustkrebsbehandlung versierten Krankenhäuser frühzeitig und erfolgreich mit den Krankenkassen Verträge zur Umsetzung des DMP-Brustkrebs ausgehandelt.

Beginnend mit den Standorten Wiesbaden und Marburg haben sich seit dem Juli 2003 regionale Brust-Kompetenz-Zentren gebildet. Bis zum Jahresende folgten die Standorte Frankfurt, Fulda, Bad Hers-feld, Hanau, Mittelhessen und Offenbach. Auf Grund der engen Kooperation mit weiteren Kranken-häusern in der jeweiligen Region wird das DMP-Bruskrebs in Hessen flächendeckend angeboten.

Beim Brustkrebs handelt es sich nicht um eine chronische Erkrankung im üblichen Sinne, für die DMP in erster Linie entwickelt werden. Allerdings besteht die Erwartung, durch ein DMP in Deutschland die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs deutlich senken zu können. Deshalb hat im Jahre 2002 der von Ärzten und Krankenkassen gleichermaßen besetzte Koordinierungs-Ausschuss auf Bundesebene den an Brustkrebs erkrankten Frauen die Verbesserung der Versorgung durch DMP ermöglichen wollen.

 

Marburg im August 2004, Der Vorstand der Hessischen Krebsgesellschaft e. V.